Vortrag von Michael Seemann am 15.01.2016: Das Internet nach dem Internet – eine persönliche Anamnese

Abstract

Katastrophen sind plötzliche Veränderungen der Umweltbedingungen. Doch egal wie heftig die Katastrophe war, kann das, was die Katastrophe auslöste, hinterer zur gegebenen Normalität werden. Das Internet ist jetzt in einer Phase der Normalität angekommen, die vor 10 Jahren kaum vorstellbar war. Dementsprechend haben sich die Narrative, Problem- und Fragestellungen verschoben. Dieser Vortrag versucht sich der Veränderung des Internetdiskurses anhand einer persönlichen Anamnese anzunähern.

Der Vortrag war Teil des Symposions Post-Internet Arts Education am 15. und 16.1.2016 an der Universität zu Köln. Im Fokus standen die stark gewandelten Bedingungen für kulturelle Medienbildung im Horizont des Internet State of Mind und Konsequenzen für Praxis und Theorie der Bildung in Auseinandersetzung mit Künsten und Medien im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert.

Info

Michael Seemann, *1977, studierte Angewandte Kulturwissenschaft in Lüneburg. Seit 2005 ist er mit verschiedenen Projekten im Internet aktiv. Er gründete twitkrit.de und die Twitterlesung, organisierte verschiedene Veranstaltungen und betreibt den populären Podcast wir.muessenreden.de. Anfang 2010 begann er das Blog CTRL-Verlust zuerst bei der FAZ, seit September auf eigene Faust, in dem er über den Verlust der Kontrolle über die Daten im Internet schreibt. Normal bloggt er unter mspr0.de und schreibt unregelmäßig für verschiedene Medien wie RollingStone, ZEIT Online, SPEX, SPIEGEL Online, c’t und das DU Magazin. Er hält Vorträge an Universitäten und wissenschaftlichen Konferenzen zu seinen Themen “Kontrollverlust” im Internet, “Plattformneutralität” und der “Queryology“.

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