Aktuelles

Symposium: (In)Visibility of Art am 21. November 2020

The influence of digitalization on the visibility of art and artists cannot be analyzed simply and conclusively. Various factors, such as history, politics, technical approaches, but also aesthetic questions, play a role in clarifying where which art is shown and perceived by whom. We have invited artists, academics, and cultural practitioners to discuss the (in-)visibility of art in the context of globalization and digitalization – the potentials, the risks and the implications for us as a society.

The Symposium “(In)Visibility of Art” will take place fully online on Saturday, November 21, 2020 from 3-8pm (CET).

More informations: in-visibility-of.art

Digitaler Rundgang: Materialität der Fotografie im digitalen Zeitalter

Bildquelle: Clement Valla aus der Serie: postcards from google earth
http://www.postcards-from-google-earth.com

Die Aufgabe der Fotografie in ihrem Ursprung bestand darin flüchtige Bilder auf lichtsensitiven Materialien für längere Zeit fixieren zu können. Die Fotografie oder Photographie (altgriechisch übersetzt „zeichnen mit Licht“) ist hierbei stark an seine Materialität gebunden gewesen. In den 1990er und 2000er Jahren wurde durch „das Digitale“ und dessen materiellen fotochemischen Verlust das Medium der Fotografie, mit seiner wirklichkeitsabbildenden Eigenschaft, vor allem von der Fotografietheorie stark hinterfragt. Das „Ende der Fotografie“ wurde hierbei viel diskutiert. Die Konditionen und Praktiken der Fotografie haben sich nicht nur mit der Digitalisierung, sondern vor allem mit der Bildzirkulation im Internet und den neuen Technologien ebenso stark verändert wie dessen Materialität.

Das Seminar beschäftigt sich mit verschiedener Materialität von Fotografie (alt und neu), dessen Eigenschaften, Bedeutungen, Praktiken und verschiedenen materiellen Einschreibungsprozesse mit dem Fokus auf künstlerische Praxis. Über die etablierten Unterscheidungen, analog -digital und materiell -immateriell, setzen wir uns mit verschiedenen hybriden Formen, die vor allem künstlerische Positionen offenbaren, auseinander. Diese Auseinandersetzung folgt als Grundlage und Inspiration für die eigene künstlerische Praxis, die bis zum Ende des Semesters entwickelt werden soll.

Einige Beispiel für die im Seminar entwickelten Ergebnisse können hier angesehen werden: http://kunst.uni-koeln.de/blog/materialitaet-fotografie-im-digitalen-zeitalter/

Digitaler Rundgang: QUEERING TECHNOLOGY IN ARTS EDUCATION FORSCHUNGSWERKSTATT ZU FEMINISTISCHEN PRAXEN IM POSTDIGITALEN (EXKURSION)

Dozent*innen: Konstanze Schütze und Nada Schroer

Podcast-Sammlung: Rubina Uenzelmann-Balotsch

Digitale Technologien ermöglichen die Durchlässigkeit und Plastitzität von Identitäten und katalysieren dabei experimentelle Spielarten von gender und identity. Ausgehend von der Annahme, dass Technologie und Gesellschaft sich gegenseitig konstituieren und beeinflussen, untersucht diese Forschungswerkstatt aus feministischer Perspektive soziale Aspekte der Informatik, sowie technologische und informative Aspekte sozialer und ethischer Kategorien. Ausgangspunkt war das Festival ‚dgtl fmnsm‘ (digitalfeminism.net), ein queer-feministisches Konferenzformat ästhetisch-praktischer Forschung an den Schnittstellen zwischen technologischen Systemen und gesellschaftlichen Strukturen. Das Seminar QUE(E)RING TECHNOLOGY in ARTS EDUCATION widmete sich in spekulativen Untersuchungen künstlerischen Positionen und Verhandlungsräumen an drängenden Fragen der Gegenwart aus feministischer Perspektive. Im Rahmen des Seminars entwickelten die Studierenden in Einzel- oder Gruppenarbeiten eine Reihe von Podcasts und Projekten. Hier finden Sie die entstandene Podcast-Sammlung mit Reflexionen der Teilnehmenden zum Nachhören: http://kunst.uni-koeln.de/blog/queering-technology-in-arts-education-2/

Digitaler Rundgang: GENRE-NON-CONFORMING EDUTAINEMENT – intense workshop w/ dis.art /// LOVE HUMANS

Bildquelle: https://dis.art/collections/

Bildung als NETFLIX-Experience. Eine konzentrierte Gelegenheit für Spekulationen und Begegnungen mit der Komplexität der Gegenwart.

Das künstlerisch praktische Seminar mit Lauren Boyle vom New Yorker Kollektiv DIS und Jun.-Prof. Dr. Konstanze Schütze (Professur ‚Kunst Medien Bildung‘) ist darauf ausgelegt, einen kreativen Prozess anzuregen, der in der Erstellung recherchebasierter künstlerischer Konzepte für eigene Videoarbeiten resultiert. Ausgehend von verschiedenen Beiträgen der Genre-Non-Conforming-Edutainment Plattform DIS.ART und weiterer theoretischer Inputs wurden vielerlei Aspekte aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen in den Blick genommen. DIS.ART bietet als Streaming-Service audio-visuelle und filmische Kunst, welche sich mit den 4 Vertikalen nature, nations, capital und identity auseinandersetzt. Die Beiträge sind unterhaltsam und informativ zugleich. Sie können nicht in konventionelle Kategorien eingeordnet werden. Boyle bezeichnet dies als produktive Unordnung und notwendige Hybridität. „Wir müssen uns in Komplexität üben.“ (siehe monthly lectures, Lauren Boyle: Thumbs That Type and Swipe – The DIS Edutainment Network)

Zu Beginn wurden Vorträge von Koert van Mensvoort über ‚How Technology becomes Nature’, Yuval Noah Harari zu ‚A Brief History of Tomorrow’ und Lauren Boyles ‚Seeking Hypotheticals’ geschaut sowie ein Text von Micheal Serres über seine Generation der Däumlinge gelesen. Das Überthema stellte also die Durchdringung und Prägung der Gesellschaft durch neue Technologien dar. Daraufhin gab es eine Austauschphase zu u.a. folgenden Thematiken: die Zukunft der Menschheit, Kommunikation mit außerirdischen Lebensformen, eine feministische Betrachtung der Menschheitsgeschichte und Größenordnungen von Zeit und Geld außerhalb des alltäglichen Rahmens. Zum Abschluss wurde an eigenen Projekten gefeilt. 

Hier können einige Beispiele für entstandene Videoarbeiten, Konzeptpapiere und Skripte eingesehen werden: http://kunst.uni-koeln.de/blog/genre-non-conforming-edutainement/

Be-in! und Be-happy! Speculation-Lab zur Faszinationsgeschichte digitaler Kulturen mit Martina Leeker

Theater und Performance mit digitalen Technologien und Medien haben seit den 1960er Jahren einen großen Anteil daran, digitale Kulturen mit einer Faszinationsgeschichte zu versehen. In dieser werden zum einen technische Dinge zu Ko-Agierenden. Zum anderen kommt es durch Anleihen bei spiritistischen Traditionen oder durch drogenlastige Techno-Partys in der amerikanischen Counterculture zu Nobilitierungen von Technologie. Sie sollen nicht nur die Fehleranfälligkeit und Begrenztheit des Technischen verdecken, sondern auch das Bewusstsein des Menschen erweitern und so die bürgerlich-rationalistische Welt aus den Angeln heben und verbessern können. In zeitgenössischen digitalen Kulturen werden in Theater und Performance diese Narrative fortgesetzt und um Diskurse zu einer Wende zu einer posthumanen Existenz und Gesellschaft erweitert. Im Seminar wird diese Geschichte rekonstruiert und im Hinblick auf die Anerkennung der zum Totalen tendierenden Konnektivität digitaler Kulturen analysiert. Auf dieser Grundlage entsteht ein praktisches Projekt in Form einer performativen Ausstellung/eines Lab, in dem der Imperative zum fröhlichen Be-in so angepriesen wird, dass dessen gouvernementalen Aspekte von Besucher_innen entdeckt und reflektiert werden können.

Das Seminar mit Martina Leeker findet digital statt.

Termine:
11.12.20, 14-19 Uhr
12.12.20, 9-15 Uhr
22.01.21, 14-19 Uhr
23.01.21, 9-15 Uhr

Martina Leeker (Priv.-Doz. Dr.) ist Medien- und Theaterwissenschaftlerin, Theatermacherin, Theaterpädagogin. Sie unternimmt Forschung mit Kunst für kritische Wissensproduktion und fragile Widerständigkeit (Vgl.: Experiments&Interventions). Von 2002 bis 2010 war sie Juniorprofessorin für „Theater und Medien“ an der Universität Bayreuth und von 2013 bis 2018 Senior-Researcher am „Centre for Digital Cultures“ (CDC) der Leuphana Universität Lüneburg; seither dort affiliiert. Gastprofessuren in Weimar (Medienwissenschaft) und Berlin (Theaterpädagogik). Diverse Lehraufträge/Workshops für Theater- und Medienwissenschaft, Theaterpädagogik/Ästhetische Bildung sowie Artistic Research an verschiedenen Universitäten, darunter Universität Potsdam, Universität Oldenburg, Universität Nürnberg, Donau-Universität Krems sowie Shanghai Theatre Academy und Institut for Playwrite an der Nanjing Universität.

martina-leeker.de

Bild: https://images.squarespace-cdn.com/content/5ab926f8a9e0287fbf928015/1528770140316-QLIH41P1HKUWZL0E1U8F/IMG_0217.JPG?format=1500w&content-type=image/jpeg

dgtl fmnsm: FACE – Workshop-Reihe & Desktop-Show für Menschen ab 16 Jahren

Facefilter, Faceswap, Facetuning. Mein Gesicht = dein Gesicht = unser Gesicht?
Das Gesicht ist unser Tor zur Welt, damit drücken wir uns aus und verbinden uns mit ihr. Doch durch neue Technologien ändert sich dessen politische Bedeutung: Wem gehören der persönliche Ausdruck und die Emotionen auf unseren Gesichtern? Wie und von wem werden sie im öffentlichen Raum und in Social Media gelesen, analysiert, verwendet und entfremdet?
In einer interaktiven Workshop-Reihe soll experimentiert werden, um aktuelle und zukünftige Technologien selbstbestimmt und politisch zu nutzen.
Im Workshop sprechen wir mit Aktivist*innen über Gesichtserkennungssoftware. Expert*innen für Künstliche Intelligenz geben Makeup-Tutorials gegen Überwachungskameras. Wir experimentieren mit Tricks und Looks:
Wie sichtbar oder unsichtbar will ich auf Instagram & Co. erscheinen? Wie kann ich mein Gesicht schützen und mich doch so ausdrücken wie ich will? Wie kann ich mein Bild selbst bestimmen? Wir tauschen Erfahrungen, Fragen und Wissen aus.

Mi 30.09.2020, 18:00 / Online
Mi 28.10.2020, 18:00 / Online
Do 26.11.2020, 18:00 / Online

https://www.hebbel-am-ufer.de/programm/pdetail/dgtl-fmnsm-face/

Der Workshop findet online in einem geschützten Raum auf Discord statt. Alle weiteren Informationen zur Teilnahme auf Discord bekommst du per Email nach der Anmeldung.
Für eine begrenzte Teilnehmer*innen Zahl gibt es die Möglichkeit, vor Ort im HAU am Workshop teilzunehmen!

Die Workshops können einzeln gebucht werden. Die Teilnahme ist kostenlos.
Der Workshop wird in DGS übersetzt.

Weitere Termine: 28.10.2020 und 26.11.2020, 18:00-19:00

Fragen und Anmeldung bis 29.9. unter HAUtoconnect@hebbel-am-ufer.de

Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.Bild: dgtl feminism

Intermedia Winter School: ALGORITHMIC AGENCY vom 24. bis 28. November 2020

Algorithmen, die Quintessenz softwarebasierter Systeme, haben sich im Zuge der digitalen Transformation fundamental in Sozialität eingeschrieben. Dabei wird zunehmend deutlich, dass Algorithmen weder neutrale noch rein passiv-instrumentelle Konstrukte sind, sondern stets bestimmte Positionalitäten zum Ausdruck bringen und bestimmte Werteordnungen implizieren. Algorithmen können somit als ‘Gatekeeper’ aufgefasst werden (Gillespie 2017), die an Prozessen der (In-)Visibilisierung maßgeblich beteiligt sind und durch ihre Ordnungsmacht Wirklichkeitsproduzierende Größen sind und kulturelle Bedeutungsgefüge präformieren (Hepp 2016; Seyfert & Roberge 2017). Geht man dementsprechend von ‚algorithmischer Handlungsträgerschaft‘ aus und begreift Software als Akteur*in, müssen in der künstlerischen, der pädagogischen aber auch der psychologischen Forschung neue Fragen gestellt und neue Wege beschritten werden. Die Winter School “Algorithmic Agency” setzt an dieser Idee an und befasst sich damit, was es in unterschiedlichen Kontexten bedeutet, Software als Akteur*in zu begreifen und wie Algorithmen Handlungsmacht in sozialen Zusammenhängen entfalten. Die Vorträge und Workshops widmen sich unter anderem folgenden Frage:Wie verändert sich der Akteurs bzw. Agency-Begriff in Anbetracht einer digital durchdrungenen Gesellschaft? Inwiefern entstehen neue Möglichkeitsräume aber auch Restriktionen und Exklusionen und welche Rolle spielen algorithmische Systeme dabei? Welche Menschenbilder sind in Algorithmen eingeschrieben und wie zeigen sich diese in praktischen Anwendungskontexten? Welche Machteffekte entstehen durch (neue) Verflechtungen von Soft- und Hardware in sozialen Zusammenhängen? Inwiefern entstehen neue (re-)produktive, subversive ästhetische Praktiken? Welche Konsequenzen ergeben sich für Bildungsinstitutionen und Organisationen? In der Winter School sollen im Rahmen der Workshops und Vorträgen sowohl theoretischen als auch praktischen und empirischen Fragestellungen Raum gegeben werden, um diese vielschichtigen Fragestellungen aus interdisziplinärer Perspektive anhand konkreter Beispiele zu bearbeiten.

Die Winter School wird organisiert von Jun.-Prof. Patrick Bettinger und Christina Vollmert. 
Gefördert von Cologne Summer Schools.

Weitere Informationen: intermedia.uni-koeln.de/winterschool

Bildcredit:  Unsplash@lazycreekimages

Online-Programm: dgtl fmnsm #disconnect

Mit einem einmonatigen Online-Programm schließt das Kollektiv dgtl fmnsm den Themenzyklus #disconnect ab. Vom 26.06. – 23.07.2020 sind Künstler*innen und Netzwerke verschiedener Sparten zu einem jeweils einwöchigen Webseiten-Take Over eingeladen. Erneut widmen sich die Künstler*innen hierbei den Fragen, welche virtuellen Potentiale in den zeitgenössischen Performing Arts liegen und wie ein Theater in der Zukunft in digitalisierten Gesellschaften aussehen kann.
Sie sind herzlich eingeladen, das Online-Programm mitzuverfolgen.

26.06. – 02.07.
Den Anfang macht die Schweizer Performance-Künstlerin Anna Fries, die mit ihrem digitalen Body-Essay „The Host“ in den Bauch des schwangeren Monsters einlädt. In der einnehmenden multidimensionalen Video-Installation, die im Rahmen des Residenz zum ersten Mal präsentiert wird, können die Zuschauer*innen online tief in Fragen des Werdens, der Veränderung und Abweichung sowie der Mutation und Transformation von Körper, Identität und Gender abtauchen.
>>> Infos

03.07. – 09.07.
Linh Luu und Marvin Lalihatu sind Animistic Beliefs, ein DJ- und Produzent*innen-Duo für futuristische Clubsounds aus Rotterdam. Zusammen mit New-Media-Künstler Jeisson Drenth werden sie im Rahmen ihrer Residenz an den Ausdruckswelten der audio-visuellen Arbeit „CACHE/SPIRIT“ arbeiten, in die animistische Glaubenssätze und deren jenseitige Klänge mit Drenths einzigartiger visueller Sprache der Techno-Spiritualität verbunden werden.
>>> Infos

10.07. – 16.07.
Mit den Feminist Institutions aus Prag kommt ein ganzes Netzwerk bei dgtl fmnsm in Residenz. Jeden Tag wird eine andere Institution oder Gruppe in ihrem Beitrag ihre Auffassung darüber thematisieren, was es bedeutet eine feministische Organisation/Struktur aufzubauen und gleichzeitig der Besessenheit der Kunstwelt von Individualismus und Konkurrenzdenken entgegenzutreten.
>>> Infos

17.07. – 23.07.
Den Abschluss des dgtl fmnsm Online Residenz Programms macht die französische Rapperin, Produzentin, DJ und Kuratorin Moesha 13. Neulich von der SHAPE-Plattform einstimmig zur Künstlerin des Jahres 2020 gewählt, kreieret sie mit ihrem Mix aus französischem Hip-Hop, Hardcore und Reggaetón einzigartige experimentelle Soundlandschaften. Ihre künstlerische Arbeit ist von Aktivismus und Performance, dekolonialen und feministischen Praxen geprägt. Im Rahmen ihrer ersten Residenz wird Moesha 13 eine neue Arbeit präsentieren!
>>> Infos

Tickets und Reservierungen sind über ticket@hellerau.org oder telefonisch unter +49 351 264 62 46 erhältlich.

Bild: Teresa Schönherr

Poetic Video Talk: Nakeema Stefflbauer & Nushin Yazdani: Future Tense. AI from the Margins

Wie ist es, sich in einer Welt zurechtzufinden, die ohne dich entworfen wurde? Wie fühlt es sich an, Werkzeugen auszuweichen, die einen ausschließen, schikanieren oder falsch klassifizieren? Die heutige künstliche Intelligenz wird auf das reale Leben angewandt. Und die „Normen“, die sie schafft, verewigen ein grob ungerechtes System. Das ist KI, von den Rändern her gesehen. Das ist Future Tense.

Dr. Nakeema Stefflbauer ist Digitalisierungsexpertin mit einem Background in Forschung, Technologietransformation und sozialem Unternehmertum. Sie verfügt über einen Executive MBA der “disruptiv Quantic School of Management” und hat Abschlüsse der Brown University und der Harvard University. Als Gründerin und Geschäftsführerin der deutschen Non-Profit-Organisation FrauenLoop engagiert sich Dr. Stefflbauer gegen die Marginalisierung von Migrant*innen, Flüchtlingen und berufstätigen Eltern aus der Technologieszene.

Nushin Isabelle Yazdani ist eine Designerin für Interaktion und Transformation, Künstlerin und KI-Forscherin. In ihrer Arbeit untersucht sie die Verflechtung von digitalen Technologien und sozialer Gerechtigkeit, künstlicher Intelligenz und Diskriminierung – aus einer intersektionalen feministischen Perspektive. Sie arbeitet mit den Gemeinschaften, die von den entworfenen Ergebnissen direkt betroffen sind, zusammen und versucht, Designprozesse zu erforschen, die unterdrückende Strukturen abbauen.

Das Video ist Teil von dgtl fmnsm HOT MESS *virus version*(20.-27. März), das im Rahmen von Spy on Me #2 stattgefunden hat. *dgtl fmnsm* beschäftigt sich interdisziplinär – online – offline – mit dem emanzipatorischen Potential, das Kunst, Technologie und Feminismus seit 2016 bieten. Eine Auftragsarbeit des HAU Hebbel am Ufer. Produktion: dgtl fmnsm & HAU Hebbel am Ufer.
In Zusammenarbeit mit Jun-Prof. Dr. Konstanze Schütze, Professur für Kunst Medien Bildung.

THEORY ESPRESSO mit Gesa Krebber: „Kollaboration“

Gesa Krebber stellt im Theory Espresso den Begriff der Kollaboration vor und spricht über Potentiale kollaborativer Praktiken für eine zukünftige Kunstpädagogik. Wie lässt sich Kunstpädagogik in Commons denken? Und lässt sich Kunstunterricht durch Gemeinschaftsprojekte zukunftsfähiger machen?

THEORY ESPRESSO mit Annemarie Hahn, Willy Noll und Kristin Klein: »Kulturen der Digitalität«

Was ist Digitalität? Was sind digitale Kulturen? Und gibt es eigentlich einen echten Unterschied zwischen analog und digital? Im Theory Espresso gehen Kristin Klein, Annemarie Hahn und Willy Noll diesen Fragen nach. Im Blick haben sie dabei nicht nur die Technologie selbst, sondern auch ihre soziokulturellen Verflechtungen. Und natürlich mögliche Konsequenzen für Kunst und Kunstpädagogik.

Hier geht es zum Video.

Bildung als NETFLIX_Experience! Jetzt Vollzugang zur Plattform DIS.ART

„We started DIS.ART with the idea that complex thinking about politically challenging issues might be better served through entertainment than academic papers.“ (DIS)

Die edukative Streaming-Plattform DIS.ART ist nun Teil der Fachbibliothek Kunst & Textil der Universität zu Köln! Vollen Zugriff auf die Plattform erhalten Studierende und Mitarbeiter*innen mit dem VPN-Client der Uni Köln: Über den VPN anmelden und dis.art ansteuern. Wir wünschen gutes Edutainment!

Das New Yorker Kollektiv DIS (Lauren Boyle, Marco Roso, Solomon Chase, David Toro) verwandelt Wissen und Diskurs in Erfahrungen. Dem Credo folgend »To change the world we must change our ability to understand it«, sind die Herausforderungen der Gegenwart Material und Thema der Plattform. Eine der wesentlichen Fragen, die sich das Kollektiv stellt: Wie könnte Bildung für nachhaltige Entwicklung durch Netflix-ähnliche Erfahrungen konzipiert werden? Seit fast einem Jahrzehnt prägen DIS mit intelligenten und lustvollen Projekten neue Plattformen für die Produktion, Verbreitung und Diskussion zeitgenössischer Kunst. DIS begegnen der Komplexität der Gegenwart radikal auf Augenhöhe und dabei sind sie keinesfalls Neulinge im Feld der Kunst nach dem Internet. Nachdem sie 2013 mit der Ausstellung dis.own einem breiten Publikum bekannt wurden und 2016 die 9. Berlin Biennale kuratierten, verwandelte sich das Kollektiv 2018 von einem progressiven Online-Magazine (dis.magazine) mit Leidenschaft für Theorie in eine Streaming-Plattform für gegenspekulative Bildungsangebote (dis.art). Die einzelnen Beiträge der Plattform verstehen sich als dichte Beschreibungen eines veränderten ‚State-of-Mind‘ und zeichnen sich durch ihre disruptiven Begegnungsangebote mit den gegenwärtigen Anforderungen aus. DIS ist ganz im Sinne Michel Serres eine Liebeserklärung an die Generation der Däumlinge.