Der Begriff der Digitalität verweist auf eine Vielzahl komplexer und asynchroner Prozesse, die sich in unterschiedlicher Weise auf Individuen und gesellschaftliche Bedingungen, auf materielle Umwelten sowie auf kulturelle Praxen auswirken und durch diese wiederum beeinflusst werden. Die in diesem Vortrag zentralen Begriffe, Postdigital und Post-Internet, bündeln das weite Feld aktueller Forschung zur Digitalisierung durch die spezielle Fokussierung soziokultureller Verflechtungen digitaltechnologischer Entwicklungen und künstlerischer Auseinandersetzungen. Ausgehend von einer Definition der Begriffe werden exemplarisch Forschungsfragen und künstlerische Artikulationen im Kontext von Digitalität in den Blick genommen, die in der Kunsttheorie und anderen Bezugswissenschaften derzeit verhandelt werden und die u.a. als Grundlagen für Forschungsprojekts Post-Internet Arts Education Research (PIAER) dienen.
[1] Der Titel ist geliehen von Julia Plawgo, vgl. performingarts-festival.de/en/2019/program/i-wanted-show-you-world-i-only-had-2gb
Kristin Klein ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln, aktuell im Projekt Post-Internet Arts Education Research. Sie studierte Kulturwissenschaft, Kunstpädagogik, Philosophie, Germanistik und Bildungswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, der TU Dresden und der Boston University. Forschungsschwerpunkte: Kunst nach dem Internet, Kunstpädagogik im Kontext postdigitaler Kulturen. Zusammen mit Torsten Meyer, Gila Kolb und Konstanze Schütze ist sie Herausgeberin des Workbook Arts Education (myow.org: seit 2018), mit Willy Noll veröffentlichte sie Postdigital Landscapes (zkmb.de: 2019). Web: kristin-klein.net
Bildcredits:
Eva Papamargariti: Soft Touch, 2015, Video Still: vimeo.com/139660276
Der Begriff der Digitalität verweist auf eine Vielzahl komplexer und asynchroner Prozesse, die sich in unterschiedlicher Weise auf Individuen und gesellschaftliche Bedingungen, auf materielle Umwelten sowie auf kulturelle Praxen auswirken und durch diese wiederum beeinflusst werden.
Die in diesem Vortrag zentralen Begriffe, Postdigital and Post-Internet, bündeln das weite Feld aktueller Forschung zur Digitalisierung durch die spezielle Fokussierung soziokultureller Verflechtungen digitaltechnologischer Entwicklungen und künstlerischer Auseinandersetzungen. Ausgehend von einer Definition der Begriffe werden exemplarisch Forschungsfragen und künstlerische Artikulationen im Kontext von Digitalität in den Blick genommen, die in der Kunsttheorie und anderen Bezugswissenschaften derzeit verhandelt werden und die u.a. als Grundlagen für Forschungsprojekts Post-Internet Arts Education Research: (PIAER) dienen.
[1] Der Titel ist geliehen von Julia Plawgo, vgl. https://performingarts-festival.de/en/2019/program/i-wanted-show-you-world-i-only-had-2gbKristin Klein ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln, aktuell im Projekt Post-Internet Arts Education Research:. Sie studierte Kulturwissenschaft, Kunstpädagogik, Philosophie, Germanistik und Bildungswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, der TU Dresden und der Boston University. Forschungsschwerpunkte: Kunst nach dem Internet, Kunstpädagogik im Kontext postdigitaler Kulturen. Zusammen mit Torsten Meyer, Gila Kolb und Konstanze Schütze ist sie Herausgeberin des Workbook Arts Education (myow.org: seit 2018), mit Willy Noll veröffentlichte sie Postdigital Landscapes (zkmb.de: 2019). Web: kristin-klein.net
Bildcredits:Eva Papamargariti: Soft Touch, 2015, Video Still: vimeo.com/139660276
Tabita Rezaires Kunst ist als radikale Annäherung sehr diverser Perspektiven zu verstehen und dient als Vorlage für eine mehrdimensionale Betrachtung aktueller Transformationsdynamiken im Kontext fortgeschrittener Digitalisierung. Um der Komplexität heutiger Weltmodelle in hyperindividualisierten und gleichzeitig global vernetzten Gesellschaften zu begegnen, widmet sich die Künstlerin unterschiedlichen Wissensformen und Erkenntnisweisen, darunter Beispiele aus Mikrobiologie und Informatik genauso wie affektive Strukturen, verkörpertes Wissen, animistisches Denken und spirituelle Praxen.
Anhand der Arbeit Premium Connect (2017) lassen sich Verbindungen von Naturwissenschaft, Technologie und Spiritualität skizzieren, in der Digitalisierung als komplexe und tief mit soziokulturellen, politischen und ökonomischen Strukturen verflochtene Prozesse thematisiert werden. Gestützt durch kulturwissenschaftliche und philosophische Theoretisierungen, die die Dichotomie von Natur- und Geisteswissenschaft längst hinter sich gelassen haben, tun sich für die Kunstpädagogik, verstanden als genuin interdisziplinäre Disziplin, interessante Forschungsperspektiven auf – besonders hinsichtlich einer sogenannten Post-Internet Arts Education und deren Erweiterung um queere, postkoloniale Perspektiven.
Kristin Klein ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln, aktuell im Projekt Post-Internet Arts Education Research:. Sie studierte Kulturwissenschaft, Kunstpädagogik, Philosophie, Germanistik und Bildungswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, der TU Dresden und der Boston University. Forschungsschwerpunkte: Kunst nach dem Internet, Kunstpädagogik im Kontext postdigitaler Kulturen. Zusammen mit Torsten Meyer, Gila Kolb und Konstanze Schütze ist sie Herausgeberin des Workbook Arts Education (myow.org: seit 2018), mit Willy Noll veröffentlichte sie Postdigital Landscapes (zkmb.de: 2019). Web: kristin-klein.net
Bildcredits: Screenshot aus Tabita Rezaires Premium Connect (2017)
Die Publikation »Postdigital Landscapes. Kunst und Medienbildung in der digital vernetzten Welt«, herausgegeben von Kristin Klein und Willy Noll, ist nun online verfügbar. Die in der Zeitschrift Kunst Medien Bildung (zkmb) erschienene Textsammlung entstand im Anschluss an den Nachwuchsforschungstag »Postdigitale Kunst und Medienkultur«, der am 7. Juni 2018 im Zusammenhang mit der Tagung »Because Internet.« am Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln stattfand. Die Publikation eröffnet damit ein neues Format der zkmb: Neben Einzelbeiträgen werden fortan auch thematisch fokussierte Textkonvolute (»Sammlungen«) unter Leitung einer Gastherausgeberschaft angeboten.
Unter aktuellen Bedingungen digitaler Kulturen verändern sich die Register künstlerischer Artikulationen und Affordanzen. In der Allgegenwart von digitalen Medien und ihren vernetzten Infrastrukturen etablieren sich neue kulturelle Praktiken, wandeln sich Modi der Interaktion, soziale Gefüge, die Rolle von Institutionen und die Arten und Weisen, wie Kunst produziert, geteilt und rezipiert wird. Dies zieht wiederum andere Voraussetzungen gesellschaftlicher Teilhabe nach sich und verändert bildungstheoretische Grundannahmen. Von dem Konzept der Postdigitalität ausgehend werden in dieser Publikation sowohl exemplarische Phänomene als auch strukturelle Fragen von Kunst und Kultur der Gegenwart genauer in den Blick genommen. An ihnen lassen sich, so die These, digitale Transformationsprozesse beispielhaft beschreiben und reflektieren. Postdigital Landscapes, wie sie hier verstanden werden, umfassen dabei geografische Netzwerke und materielle Infrastrukturen genauso wie gouvernementale Strukturen, Einstellungen und Verhaltensweisen. Sie konstituieren sich durch hybride Praxen, Akteur*innen und Räume sowie in Verschränkung von digitalen Technologien, Mensch, Natur und Kultur in ihren ambivalenten Relationen zu- und untereinander. Die Publikation macht ein Angebot zur Orientierung und versammelt dazu Beiträge zu aktuellen Forschungskontexten im Anschluss an postdigitale Kunst, Medienkultur und -bildung.
Zur Publikation: Postdigital Landscapes
Bild: Detail aus Santa France: Nodes, 2019, aus ihrer Einzelausstellung Safeporting
Das zweitägige Symposium bringt Wissenschaftler*innen unterschiedlicher disziplinärer Hintergründe zusammen, die in den Themenfeldern Posthumanismus, Medien- und Bildungstheorie und Digitalisierung tätig sind. Ziel ist es zuerst, verschiedene posthumanistische Positionen kritisch zu diskutieren. Darüber hinaus werden An- und Ausschlüsse, Passungen und Reibungspunkte zwischen Posthumanismus, Medien- und Bildungstheorie eruiert, um Anregungspotentiale für die Theoriegenerierung im Bereich der Bildungstheorie, der Ästhetischen Bildung und der Medienpädagogik auszuloten.
.
Das Konzept der Veranstaltung rückt den diskursiven Austausch in den Vordergrund und bietet Raum für einen interdisziplinären Dialog. Den Kern der Veranstaltung stellen moderierte Diskurswerkstätten dar, die von zwei Doppelvorträgen flankiert werden. Die Vorträge und Diskurswerkstätten beziehen sich auf die beiden Themenbereiche „Körper/Wissen“ sowie „Selbstbestimmung“.
.
Bereits im Vorfeld des Symposiums werden sukzessive Statements zum Thema des Symposiums auf der Webseite gesammelt, die das Feld der inhaltlichen Positionen umreissen. Zur Vorbereitung wird den angemeldeten Teilnehmenden zudem etwa drei Wochen vor der Veranstaltung ein Reader mit ausgewählten Texten zur Verfügung gestellt, die der inhaltlichen Vorbereitung dienen sollen. Auf diese Weise möchten wir eine Grundlage für kritisch-konstruktive Diskussionen im Rahmen des Symposiums schaffen.
.
Wir bitten daher alle Interessierten um rechtzeitige Anmeldung für die Veranstaltung.
Weitere Informationen zum Programm und zur Vorbereitung findet ihr hier.
Ort: Institut für Kunst und Kunsttheorie, Universität zu Köln
Konzept: Jun.-Prof. Dr. Patrick Bettinger, Prof. Dr. Manuel Zahn (beide Universität zu Köln) und Dr. Harald Gapski (Grimme Institut)
Organisation: Jun.-Prof. Dr. Patrick Bettinger und Prof. Dr. Manuel Zahn
Assistenz: Lea Dinger, Lisa Steck



Digitale Technologien ermöglichen die Durchlässigkeit und Plastizität von Identitäten und katalysieren dabei experimentelle Spielarten von gender, identity & desire. Ausgehend von der Annahme, dass Technologie und Gesellschaft sich gegenseitig konstituieren und beeinflussen, untersucht diese Forschunsgwerkstatt aus feministischer Perspektive soziale Aspekte der Informatik, sowie technologische und informative Aspekte sozialer und ethischer Kategorien. DGTL FMNSM (digitlafeminism.net) ist ein queerfeministisches Konferenzformat ästhetisch-praktischer Forschung an den Schnittstellen zwischen technologischen Systemen und gesellschaftlichen Strukturen. Die dahinterliegende These: In den spekulativen feministischen Untersuchungen künstlerische Positionen der Gegenwart entstehen neue Verhandlungsräume um die drängenden Fragen der Gegenwart in eine Praxis der Gestaltung politischer Einflussnahme zu übersetzen. Mit weiteren Beteiligten, u.a. begleitet durch Nada Schroer, wissenschaftliche Mitarbeiter*in des Instituts für Kunst&Kunsttheorie.
24.10. (19-20.00) Vorbereitungstreffen
20.- 24.11.2019 Exkursion: SWIPE QUEER DISCONNECT
23.01. (17:45-19.15) Nachbereitung
Das Seminar QUE(E)RING TECHNOLOGY in ARTS EDUCATION findet vom 20.-24.11.2019 als Block im Festspielhaus Hellerau in Dresden statt. Außerdem gibt es Vor- und Nachbereitungstermine in Köln.
Bildcredits: Visuelles Konzept *dgtl fmnsm lab 2019, by Anja Kaiser
Während der Winterschlaf bei Tieren häufig zu beobachten ist, scheint der Mensch auch in den Wintermonaten unter Perioden geringer Aktivität und Depressionen zu leiden. Eine physische Reaktion auf reduziertes Licht und reduzierte Temperatur scheint unvermeidlich, im Gegensatz zu dem, was der neoliberale Kapitalismus uns glauben lässt: Obst und Gemüse sind das ganze Jahr über erhältlich, während die Arbeitszeiten und die erwartete Produktivität unverändert bleiben. Dreht Eure Heizung auf und schaltet das UV-Licht ein, der Sommer kann das ganze Jahr über simuliert werden!
Im Rahmen unserer Workshops und Interventionen innerhalb und außerhalb der Universität wollen wir diese Diskrepanzen zwischen den verschiedenen globalen Jahreszeiten und der Auflösung physischer Grenzen untersuchen. Soziale Beziehungen werden wir durch eine ökologische Perspektive betrachten. Wie stehen globale und lokale Gemeinschaften in Verbindung und wie können solche Gemeinschaften in Kontakt treten?
Anmeldung via Klips: X4: Hibernating Fantasies. (Blockseminar), VA-Nr.: 14676.0047
Mehr: http://themycologicaltwist.info+ vimeo.com/167531679
Bild: The Mythological Twist: Ghost camp
Mehr Informationen zu den Praxisseminaren siehe PDF.
Dorota Gawęda (PL) und Eglė Kulbokaitė (LT) sind ein 2013 gegründetes Künstlerduo mit Wohnsitz in Basel. In ihrer Arbeit thematisieren sie feministisch situierte Theorie und Fiktion, technologiegestützter Emanzipation und die Diskursivität räumlicher Arrangements. Das gemeinsame Lesen wird von ihnen dabei als künstlerische Praxis verstanden und eingesetzt, um die Verkörperung von Sprache zu untersuchen. In den Workshops leiten sie dazu an, das Lesen, das meist individuell und im Stillen stattfindet, als eine gemeinschaftliche Praxis neu zu erfahren. Gemeinsam mit den Künstlerinnen erkunden die Teilnehmer*innen, wie sich Gedanken und deren lesende Verbalisierung körperlich auswirken und wiederum Einfluss nehmen auf die Art und Weise, wie wir verstehen und wahrnehmen. Durch den Einsatz von Technologie, wie die Lektüre von Texten auf dem Smartphone, wird der Körper als Teil eines komplexen Arrangement erfahrbar und neu kontextualisiert.
Das Seminar bietet intensive und intime Lesesituationen, sowie Austausch über Queer Theory, techno-soziale Arrangements in der Gegenwart und entspannten Raum zum Verfassen eigener Spekulationen und Skripte, sowie die Möglichkeit für gemeinsame Inszenierungen.
Anmeldung via Klips: X3: Theory of the Young Girl and Queering Technology, VA-Nr.: 16013.0001
Mehr Informationen hier: www.gawedakulbokaite.com
Bild: YGRG14X: reading with the single hand V, 2018 Dorota Gawęda & Eglė Kulbokaitė 06.06.2018 and 22.07.2018
Mehr Informationen zu den Praxisseminaren siehe PDF.
Das New Yorker Kollektiv DIS (Lauren Boyle, Marco Roso, Solomon Chase, David Toro) verwandelt Wissen und Diskurs in Erfahrungen. Dem Credo folgend: To change the world we must change our ability to understand it, sind die Herausforderungen der Gegenwart Material (und Thema) dieses Seminars. Eine der wesentlichen Fragen, die sich das Kollektiv aktuell stellt: Wie könnte Bildung für nachhaltige Entwicklung durch Netflix-ähnliche Erfahrungen konzipiert werden? Seit fast einem Jahrzehnt prägen DIS mit intelligenten und lustvollen Projekten neue Plattformen für die Produktion, Verbreitung und Diskussion zeitgenössischer Kunst. DIS begegnen der Komplexität der Gegenwart radikal auf Augenhöhe und dabei sind sie keinesfalls Neulinge im Feld der Kunst nach dem Internet. Nachdem sie 2013 mit der Ausstellung dis.owneinem breiten Publikum bekannt wurden, und bereits 2016 die 9. Berlin Biennale kuratierten, verwandelte sich das Kollektiv 2018 von einem progressiven Online-Magazine (dis.magazine) mit Leidenschaft für Theorie, in eine Streaming-Plattform für gegenspekulative Bildungsangebote (dis.art). Die einzelnen Beiträge der Plattform verstehen sich als dichte Beschreibungen eines veränderten ‚State-of-Mind‘ und zeichnen sich durch ihre disruptiven Begegnungsangebote mit den gegenwärtigen Anforderungen aus. DIS ist ganz im Sinne Michel Serres eine Liebeserklärung an die Generation der Däumlinge.
Das künstlerisch praktische Seminar von Lauren Boyle (DIS) ist analog zum kreativen Prozess der Genre-Non-Conforming-Edutainment Platform DIS.ART angelegt. Auf Basis journalistischer und theoretischer Texte entstehen audiovisuelle und filmische Beiträge, die eine durchdringende ästhetisch-praktische Beschäftigung mit den sozialen, politischen, wirtschaftlichen und technischen Bedingungen anstreben.
Mehr Informationen hier: https://youtu.be/qTu2PLmm1YMand https://www.itsnicethat.com/articles/dis-art-turns-learning-into-a-netflix-like-experience-art-190218
Anmeldung via Klips: X2: Strategien für den Internet State of Mind, VA-Nr.: 16013.0000
Bild: Screenshot aus General Intellectsby McKenzie Wark/dis.art
Mehr Informationen zu den Praxisseminaren siehe PDF.
GoogleStreetView-Wanderungen, Exkursionen mit dem Daumen, Zeichnen nach der Natur anhand von Katzenvideos – wie kommen Lehrplananforderungen, digitale Kultur und aktuelle Kunst produktiv zusammen? Im Wintersemester 2019/2020 gibt es die Möglichkeit, ein praktisches Seminar und ein darauf aufbauendes Didaktik-Seminar im Bundle zu besuchen.
Wir laden Studierende, Referendar*innen und Lehr*innen ein, im Rahmen einer Forschungswerkstatt praktisch an Unterrichtseinheiten und -reihen zu arbeiten. Diese orientieren sich an Lehrplananforderungen und suchen ein regelmäßiges Update mit digitaler Medienkultur. Ausgehend von aktuellen künstlerischen Strategien werden Ansätze für kritisches, fächerübergreifendes, medienkulturell informiertes Unterrichten erarbeitet und für die Praxis vorbereitet. Das Seminar bietet Gelegenheit für eine gemeinsame konzentrierte Erarbeitung von unterrichtspraktischen Beispielen, begleitet durch Künstler*innen und Lehrende der Universität zu Köln. In kleiner Gruppe wollen wir diskutieren, lesen, Lehrpläne hacken, Alternativen planen und zwischendurch mit Yoga entspannen.
Das Seminar Bundle “Postdigitale Medienkultur in der Schule” ist im Rahmen des Semesterthemas im Winter 2019/20 »Decolonial Practices and Sensibilities«angesiedelt und weicht die strikte Trennung der Ausbildungsphasen I-III auf. Dekolonisierende Formen des Lehrens und Lernens werden in einem gemeinsam bespielten Erprobungsraum untersucht.
Seminarsprachen:Didaktik: Deutsch, Praxis: Englisch
Das Seminar-Bundle kann auch als Lehrer*innenfortbildung besucht werden. Um Anmeldung bis zum 01. Oktober 2019 wird gebeten: k.schuetze@uni-koeln.de.
Ausgehend von aktuellen künstlerischen Strategien werden Ansätze für kritisches, fächerübergreifendes, medienkulturell informiertes Unterrichten erarbeitet und für die Praxis vorbereitet. Sprache: Deutsch
Dozent*innen:Kristin Klein & Konstanze Schütze
VA-Nr. Klips:14676.0041
Warm-Up-Termine:
24.10. (17:45-19.15) Welcome
07.11. (17:45-19.15) Reading Group
28.11. (17:45-19.15) Reading Group
12.12. (17:45-19.15) Reading Group
09.01. (17:45-19.15) Reading Group
Wochenendseminar:
31.01.20 (16.00-19:30) Wochenendseminar Tag 1
01.02.20 (09:30-18:30) Wochenendseminar Tag 2
X2:Strategien für den ‚Internet State of Mind‘(VA-Nr: 16013.0000)
Bildung als NETFLIX-Experience. Eine konzentrierte Gelegenheit für Spekulationen und Begegnungen. Seminarsprache: Englisch
Dozent*in: Lauren Boyle (DIS-Kollektiv)
Termine:
Welcome
24.10. (17:45-19.15)
Block 1
8.11. (9.00 – 19.00)
9.11. (14.00 -18:00)
Block 2
12.11. (18.00-19.30) TBC
13.11. (16.00-17.30) TBC
Block 3
31.01. (14.30-16.30)
X3:Theory of the Young Girl and Queering Technology(VA-Nr: 16013.0001)
FOR A LESS WEIRD REALITY. Ein hingebungsvolles Seminar zum Lesen als Verkörperung des gemeinsamen Denkens an technosozialen Utopien. Seminarsprache: Englisch
Dozent*innen:
Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė
Termine:
Welcome
24.10. (17:45-19.15)
Block 1
07.11. (17:45-19.15)
28.11. (17:45-19.15)
12.12. (17:45-19.15)
09.01. (17:45-19.15)
Block 2
17.01. (10.00-19.00)
18.02. (10.00-18.00)
X4:Hibernating Fantasies(VA-Nr: 14676.0047)
Heizung auf und UV-Licht ein, der Sommer kann simuliert werden! Von der Idee der Überwinterung ausgehende Workshops und Interventionen zu sozialen Räumen aus ökologischer Perspektive. Seminarsprache: Englisch
Dozent*innen:
Eloïse Bonneviot & Anne de Boer
Termine:
Welcome
24.10.19 (17:45-19.15)
Block 1
17.01.20 (14:00-19:00)
18.01.20 (09:00-15:00)
Block 2
24.01.20 (14:00-19:00)
25.01.20 (09:00-15:00)
Bild: Screenshot aus Obama Baroque von DIS
Mehr Informationen zu den Praxisseminaren siehe PDF.
Digitalität beschränkt sich nicht nur auf den Bereich des Virtuellen, sondern bezieht auch die physische Welt mit ein. Die Dinge selbst werden smart und sind miteinander vernetzt im Internet of Things. Aber wie genau verändern sich materielle Dinge und unser Verhältnis zu ihnen durch die Digitalisierung? Wie beeinflussen digital vernetzte Kulturen unser Fühlen und Denken, unser Vorstellungsvermögen, unsere Selbst- und Weltwahrnehmung? Digitalisierung ist nicht mehr nur dort wirksam, wo blinkende Router, Akkus und WLAN vorzufinden sind, sondern hat sich mit unseren Wünschen, Begehren und Träumen verbunden. Digitale Kulturen beeinflussen unseren Alltag, unsere Zukunftsvorstellungen und die kollektive Erinnerung.
Die Akademie der Avantgarde lädt gemeinsam mit dem Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln dazu ein, sich mit der Welt der Digital Things auseinanderzusetzen. Mit der Veranstaltung Digital Imaginaries gehen wir am 5. und 6. Juli in Workshops für Kinder und Erwachsene und einem Künstler*innengespräch mit der Young Girl Reading Group der Frage nach, wie sich digitale Devices in kulturelle Praxen wie das Lesen einbetten lassen, und wie wir den Umgang mit digitaler Technologie erweitern können, um zu einer wünschenswerten Zukunft beizutragen.
Die Veranstaltung ist kostenlos. Für den Lese-Workshop ist eine Anmeldung erforderlich an kristin.klein(at)uni-koeln.de.
Es sind noch Plätze frei im Workshop mit der YGRG und im Kinderworkshop zum Internet of Things.
PERFORMATIVER LESE-WORKSHOPS MIT DER YOUNG GIRL READING GROUP
Fr, 5. Juli, 12-19 Uhr
Sa, 6. Juli, 10-19 Uhr
Ab 16 Jahre
Das Künstlerinnen-Kollektiv Young Girl Reading Group (Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė) setzt gemeinsames Lesen als künstlerische Praxis ein und untersucht die Verkörperung von Sprache. In den Workshops leiten sie dazu an, das Lesen, das meist individuell und im Stillen stattfindet, als eine gemeinschaftliche Praxis neu zu erfahren. Gemeinsam mit den Künstlerinnen erkunden die Besucher*innen, wie sich Gedanken und Empfindungen, die die Lektüre begleiten, körperlich auswirken und wiederum Einfluss nehmen auf die Art und Weise, wie wir lesen und was wir dabei wahrnehmen. Durch den Einsatz von Technologie, wie die Lektüre von Texten auf dem Smartphone, wird der Körper neu kontextualisiert. Beim gemeinsamen und öffentlichen Vorlesen und anschließendem Diskutieren wird die Wechselwirkung zwischen Text, Körper, Umwelt und digitalen Devices thematisiert. Der Workshop findet in einer von der YGRG gestalteten Rauminstallation statt, was die Textlektüre zu einer körperlich, sinnlich erfahrbaren Situation macht.
Mit Texten aus feministischer Theorie, Speculative Fiction und Technikphilosophie werden Fragen nach den kollektiven Vorstellungen von Ästhetik, Materialität und Performativität im digitalen Zeitalter verhandelt.
Der Workshop ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten an kristin.klein(at)uni-koeln.de (max. 20 Personen).
Textkenntnisse sind nicht erforderlich, dafür aber Lust auf die gemeinsame Lektüre und performative Experimente. Der Workshop findet auf Englisch statt.
TAG 1, FR, 5. JULI, 12-19 UHR
Am ersten Tag des Workshops finden zwei Leserunden mit anschließenden Diskussionen statt.
TAG 2, SA, 6. JULI, 10-19 UHR
Am zweiten Tag verfassen die Teilnehmenden eigene Skripte im Stil der YGRG, die anschließend vor Ort gelesen und mithilfe des Smartphones inszeniert werden.
ARTIST TALK MIT DER YOUNG GIRL READING GROUP
Sa, 6. Juli, 19:30 Uhr
Am Samstagabend laden wir zu einem Künstler*innengespräch mit der Young Girl Reading Group in der von ihnen gestalteten Rauminstallation ein. In diesem immersiven Setting diskutieren wir über Möglichkeiten und Erfahrungsräume digitaler Vorstellungswelten sowie die künstlerische Praxis der YGRG an der Schnittstelle zwischen virtuellen Dimensionen und physischen Verkörperungen. Gemeinsam tauschen wir uns über Ideen, spekulative Entwürfe sowie die Möglichkeit aus, sich eine post-anthropozentrische Zukunft im Kontext des digitalen Wandels vorzustellen.
Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos, eine Anmeldung oder vorherige Teilnahme an den Workshops ist nicht erforderlich.
WORKSHOP: ICH FRAG MAL MEINE JOGGINGHOSE – EIN WORKSHOP ZUM INTERNET DER DINGE
Sa, 6. Juli, 11-14 Uhr
Für Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren
Werden wir bald mit Kühlschränken über gesunde Ernährung diskutieren und uns bei unseren Jogginghosen über die neusten Modetrends erkundigen? Das „Internet der Dinge“ (Internet of Things) vernetzt Häuser, Autos und andere alltägliche Gebrauchsgegenstände mit unseren Smartphones und Computern. Es lässt Küchengeräte und Spielzeug intelligent erscheinen und ermöglicht es den smarten Gegenständen sich untereinander über das Internet zu verständigen. Mit Alexa und Siri haben wir schon neue Mitbewohnerinnen bei uns aufgenommen, doch welche werden in Zukunft dazu kommen, was werden sie zu erzählen haben und welche Abenteuer werden wir mit ihnen erleben? Im Rahmen des Workshops können sich Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren zum Thema „internet of things“ ausprobieren, Geschichten erfinden und im NRW-Forum zum Leben erwecken.
Der Workshop ist kostenlos und öffentlich. Er findet auf Deutsch statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Noch mehr Informationen unter:
https://www.nrw-forum.de/ada and https://www.nrw-forum.de/veranstaltungen/digital-imaginaries
Bildcredits: Dorota Gawęda and Eglė Kulbokaitė, SULK III, 2019. Courtesy of Dorota Gawęda, Eglė Kulbokaitė and Vadim Kovriga
Die Tagung beschäftigt sich mit ästhetischen Formen der Verkürzung und Verdichtung, wie sie sich in den aktuellen Rezeptionspraktiken der Medienkultur (aber nicht nur da) beobachten lassen. Die kurze Form, wie sie beispielsweise schon Roland Barthes im Medium der Schrift reflektierte, ist in den vergangenen Jahren in den Kultur- und Medienwissenschaften extensiv für andere mediale Formate diskutiert worden. Wir wollen an diesen Diskurs anknüpfen und dabei gleichsam den Fokus verschieben, indem wir neben kurzen Mikroformaten vor allem auch die ästhetischen „Mikropraktiken“ der Rezipient*innen in den Blick nehmen. Gegenwärtig finden sich zahlreiche medienkulturelle Phänomene, die sich als Mikroformate verstehen lassen – z.B. Gifs, Meme, Micromovies, Samples, Lernhäppchen u.a.m. Diesen kurzen Formen der Gestaltung und Wahrnehmung wollen wir uns aus theoretischer und empirischer Sicht annähern. Gerade bei aktuellen Rezeptionspraktiken im Internet State of Mind (Chan), bei denen Mikroformatierungen – unabhängig von der Ausgangslänge der Materialien – zu beobachten sind, gilt es, die Rezeptions- mit der Produktions- bzw. Produzent*innenperspektive zu verknüpfen. Bei der Tagungskonzeption gehen wir daher von einem komplexen und wechselseitigen Bestimmungsverhältnis von Rezeptionspraktiken und der Weiterentwicklung von Medienformaten und (Re-)Produktionspraxen aus. Die Tagung wird von Studierenden verschiedener Studiengänge (Intermedia, Kunst, Musik) inhaltlich aktiv mitgestaltet.
Mit Beiträgen und Workshops u.a. von Patrick Bettinger, Lisa Gotto, Theo Hug, Kai Kaspar, Helmke Jan Keden, Katja Lell, Daniela Neuhaus, Matthias Padszierny, Stephan Porombka, Noemie Stähli, Niclas Stockel.
Konzept und Organisation: Patrick Bettinger, Sandra Hofhues, Kai Kaspar, Peter Moormann und Manuel Zahn
Gif-Animation: Balduin Allroggen
Weitere Informationen zur Veranstaltung und der Anmeldung finden sich in Kürze unter: kunst.uni-koeln.de/mikroformate
Universität zu Köln
