Livestreaming ist ein relativ neues Phänomen: Obwohl es seine Wurzeln im Bereich der Computerspielkultur hat, kann durch Livestreaming mittlerweile fast alles auf der Welt gemeinsam erlebt, geteilt und gestaltet werden. Unklar ist dabei jedoch, nach welchen impliziten Regeln und Logiken Streaming-Events tatsächlich funktionieren. Phänomene wie Lurking oder Trolling, die Frage nach der Agency zwischen Streamer*in und chat, sowie nach der Selbst- und Fremdwahrnehmung bei Gleichzeitigkeit, örtlicher Ungebundenheit und Gemeinschaftschaftlichkeit bedürfen einer ausführlichen und disziplinübergreifenden Auseinandersetzung.
Die Veranstaltung Always On. Livestreaming und Spielkultur, in Kooperation mit dem NRW-Forum Düsseldorf and ADA (Akademie der Avantgarde) geht Fragen nach, die durch Livestreaming als neue Form der Gleichzeitigkeit und Partizipationskultur entstehen. Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Streamer*innen sprechen in einer Panel-Diskussion über die Möglichkeiten und Herausforderungen des Streamings. Begleitet und gerahmt wird die Diskussion durch verschiedene partizipative Angebote and Workshops. Die Besucher*innen sind eingeladen, selbst in die Rolle der/des Streamer*in zu schlüpfen und ihr ‘Spiel’ mit der Welt zu teilen. Die Ausstellung Never AFK zeigt im Rahmen der Veranstaltung Performances und Installationen ausgewählter Künstler*innen und eröffnet verschiedene künstlerische und queere Perspektiven auf Videospiele und Live-Streaming.
How-to-Stream-Workshop [10.05.2019 // 16:00]
Fortnite Tanz-Workshop [11.05.2019 // 13:00]
Lego Level Up-Workshop [11.05.2019 // 14:00]
Bob Ross Mal-Workshop [11.05.2019 // 16:00]
Judith Ackermann (Prof. Dr. phil.), Professorin für Digitale und vernetzte Medien in der Sozialen Arbeit an der FH Potsdam
Patrick Bettinger (Jun.-Prof. Dr. phil.), Juniorprofessor für Erziehungswissenschaftliche Medienforschung an der Universität zu Köln.
Heiko Kirschner (M.A.), Kommunikationswissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Kommunikations- Medien- und Informationswissenschaften der Universität Bremen
Serjoscha Wiemer (Dr. phil.), Medienwissenschaftler an der Universität Paderborn
Melek Balgün (M.A.), Fachinformatikerin, Bachelor of Arts in Media/ IT Management und Master of International Marketing and Media Management
eve massacre, Bloggerin, Künstlerin, Kultur- und Webtheoretikerin, Buchherausgeberin, Teil des Veranstalterkollektivs Musikverein (Kantine) und DJane in Nürnberg
Initiatoren der Veranstaltung und Moderatoren der Panel-Diskussion sind Hanns Christian Schmidt und Willy Noll.
mit LaTurbo Avedon, Marco Buetikofer und Lotte Meret Effinger, Sky M. J. Carranza, Ann Hirsch, Julia König, Mareen Müller, OMSK Social Club, Paidia Institut, Eva Papamargariti, Tabita Rezaire, Theo Triantafyllidis, Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė
Die Ausstellung Never AFK umfasst Beiträge von zwölf Künstler*innen, die mit ihren Arbeiten auf das Phänomen der post-digitalen Liveness Bezug nehmen. Das Akronym AFK (Away from Keyboard), ein Ausdruck aus dem Gamer-Jargon, verweist auf die Unverfügbarkeit der Spieler*innen und die Unterbrechung des Spiels beim Online Gaming. Doch was bedeuten Liveness und Unverfügbarkeit im gegenwärtigen Kontext?
Live-Performances und Videoarbeiten werden über die Streaming-Plattform Twitch online präsentiert und in den Ausstellungsraum übertragen. Für die Aufführungssituation gestaltet die Künstlerin Julia König ein immersives Setting zwischen Game Parcours und Ausstellungsarchitektur. Die Ausstellung wird kuratiert von Kristin Klein und Nada Schroer.
Eröffnung: Freitag, 10. Mai, 15 Uhr
Mehr Infos & Programm Performances
Die Ausstellung Never AFK umfasst Beiträge von zwölf Künstler*innen, die mit ihren Arbeiten auf das Phänomen der post-digitalen Liveness Bezug nehmen. Das Akronym AFK (Away from Keyboard), ein Ausdruck aus dem Gamer-Jargon, verweist in diesem Zusammenhang auf die Unverfügbarkeit der Spieler*innen und die Unterbrechung des Spiels beim Online Gaming. Doch was bedeuten Liveness und Unverfügbarkeit im gegenwärtigen Kontext?

Für das techno-ökonomische System der Gegenwart findet McKenzie Wark in seinem Essay “Gamer Theory” (2007) ein eindringliches Bild. Mit Bezug auf das Medium Computerspiel beschreibt er eine Welt, die zum totalen Spielraum geworden ist. Dieser globale gamespace kennt kein Außen mehr. Seine Strukturen gleichen dem unzulänglichen Leveldesign des alltäglichen Lebens. Der gamespace ist das imperfekte Abziehbild der glatten, amüsanten Welt des Computerspiels. Jede*r Akteur*in wird darin zur*m Gamer*in. Der “magische Kreis” (Johan Huizingas) des Spiels hat seinen festen Rahmen verloren und durchdringt die Gesellschaft wie ein dynamisches Netzwerk, an dessen Knotenpunkten die Performances der gesellschaftlichen Teilnehmer*innen ausgelesen und bewertet werden. Und so wird jede Handlung zu einem Spielzug, bei dem man Punkte gewinnen und verlieren kann. Die Frage nach on- oder offline stellt sich nicht mehr. Wer handelt ist live dabei, ob die Webcam läuft oder nicht. Aus Körpern werden Data Bodies, die in den virtuellen Raum diffundieren und dort neue Organe und Assemblagen bilden. Unverfügbarkeit ist nicht verfügbar. Wir sind alle Never AFK.

Im Rahmen der Ausstellung sind die Künstler*innen dazu eingeladen, sich in kurzen Online-Performances und Live-Streamings mit aktuellen Formen der Liveness auseinanderzusetzen. Die Arbeiten situieren sich zwischen spekulativem Rollenspiel, queerem Avatar-Design, antikolonialem Skype-Healing und reflexivem Chat-Symposium. Dabei erkunden sie Prozesse und Ästhetiken von Echtzeit-Interaktion, posthumanem Embodiment, kollektiver Autorschaft und post-gender Repräsentation an der Schnittstelle von Gaming-Culture, Social Media und zeitgenössischer Kunst.
Live-Performances und Videoarbeiten werden über die Streaming-Plattform Twitch online präsentiert und in den Ausstellungsraum übertragen. Für die Aufführungssituation gestaltet die Künstlerin Julia König ein immersives Setting zwischen Game Parcours und Ausstellungsarchitektur.
Never AFK findet im Rahmen der Veranstaltung Always On. Livestreaming und Spielkultur in Kooperation mit dem NRW-Forum Düsseldorf statt. Die Ausstellung wird kuratiert von Kristin Klein und Nada Schroer
LaTurbo Avedon
Marco Buetikofer und Lotte Meret Effinger
Sky M. J. Carranza
Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė
Ann Hirsch
Julia König
Mareen Müller
OMSK Social Club
Paidia Institut
Eva Papamargariti
Tabita Rezaire
Theo Triantafyllidis
Eröffnung
15 Uhr
Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė: The Death of an Avatar, 2015
15:30 Uhr
LaTurbo Avedon
17 Uhr
Mareen Müller: Sound Lacks II, 2019
17:45 Uhr
Marco Buetikofer und Lotte Meret Effinger: Datafiction, 2019
20 Uhr
Tabita Rezaire: LUBRICATE COIL ENGINE – DECOLONIAL SUPPLICATION, 2017-18
13 Uhr
Ann Hirsch: Tweet Anxiety, 2015
14 Uhr
Eva Papamargariti: Respawn, 2019
15 Uhr
Theo Triantafyllidis: Painting, 2018
16 Uhr
OMSK Social Club: Subversion as Tactic: A Personal Approach to the Irrational. Reflections on why we built/d Collective Imaginariums, 2019
17 Uhr
Sky M. J. Carranza: Parasitic Passivation (Live), 2019
18 Uhr
Die Veranstaltung Always On. Livestreaming und Spielkultur findet in Kooperation mit dem NRW-Forum Düsseldorf and ADA (Akademie der Avantgarde) statt.
Dinglichkeit steht unter neuen Vorzeichen: Dinge sind digital geworden. Umgekehrt hatte auch das Digitale immer schon mit materiellen Dingen zu tun. Während Digitalität lange mit dem Virtuellen, Simulierten und Immateriellen assoziiert wurde, rückt heute zunehmend die Untrennbarkeit von Medialität und Materialität in den Mittelpunkt künstlerischen und theoretischen Interesses – und dies in unterschiedlichen Disziplinen. Paradigmatisch für einen neuen Nexus von Dinglichkeit und Digitalität scheint das wachsende Netz des Internet of Things zu sein, durch das Dinge untereinander und außerhalb menschlichen Zutuns interagieren. Vor diesem Hintergrund geraten insbesondere neomaterialistische und akteurstheoretische Ansätze in den Blick, die Objekt und Material als aktiv, vibrierend und handlungsmächtig verstehen. Der ontologische und epistemologische Status der Dinge steht hier neu zur Diskussion.
Das interdisziplinäre Symposium Digital Things. Neue Dinglichkeit seit dem Internet (21. & 22.6.19) widmet sich den Auswirkungen von Digitalität auf die Konstitution physischer Dinge und ihren veränderten relationalen Gefügen. In Beiträgen aus der bildenden Kunst, der Bildungs-, Medien-, Kunst- und Designwissenschaft sowie der Philosophie bündeln sich verschiedene Perspektiven auf die Fragen nach digitaler Dinglichkeit: Auf welchen Ebenen schreibt sich das Digitale in die Dinge ein? Inwiefern dürfen Dinge und ihre Materialität als von sich aus aktiv und vor allem konstitutiv für digitale Kulturen verstanden werden? Und wie wirken sich diese Kulturen wiederum auf Subjektverständnisse und Subjektivierungsprozesse aus? Das Symposium begleitet ein Screening künstlerischer Videoarbeiten, in denen neue Formen von Dinglichkeit ästhetisch verhandelt werden.
Institut für Kunst & Kunsttheorie, Universität zu Köln, in Kooperation mit dem Grimme-Forschungskolleg
Beitragende: u.a. Florian Fischer (Siegen), Olga Moskatova (Erlangen), Michelle Christensen (Berlin), Benjamin Jörissen (Erlangen)
Konzept und Organisation: Annemarie Hahn, Vivien Grabowski (UzK)
In Kooperation mit: Monika Elias (Grimme-Institut)
Anmeldung und weitere Infos: kunst.uni-koeln.de/digitalthings

„Young Girl Reading Group is a sonar-social architecture of shared curiosity and synchronicity. An audition for audacity, where reading becomes a rhizomatic network of voices, suggestions, references.“ (from YGRG159: SULK, 2018)
Im Rahmen des Seminars DIGITAL IMAGINARIES lädt das Künstler*innenkollektiv YOUNG GIRL READING GROUP (Dorota Gawęda and Eglė Kulbokaitė) ein, gemeinsam performativ zu arbeiten und kollektive Vorstellungen und Ideen von Ästhetik, Materialität und Performativität im digitalen Zeitalter zu untersuchen. Inhaltlich vorbereitet wird dieser Workshop durch den Besuch des Symposions Digital Things an der Universität zu Köln.
Das Seminar gliedert sich in 2 Teile:
Teil 1: Symposion Digital Things (21.-22.6.2019)
Wie hat sich die Beschaffenheit, das Potential und die Agency von materiellen Dingen und unser Verhältnis zu ihnen durch die Digitalisierung verändert? Im Mittelpunkt des Symposions steht die Frage, welche Affekte und Emotionen durch die digitale Dingkultur produziert oder verstärkt werden und welche Rolle dabei smarte Oberflächen und -ästhetiken spielen. Wie werden wir durch digitale Dinge affiziert und welche Narrative und Zukunftsentwürfe werden dadurch produziert? Wie werden diese Fragen in der zeitgenössischen Kunst verhandelt?
Teil 2: Workshop im NRW-Forum Düsseldorf (5.-6.7.2019)
Mit dem Künstlerinnen-Kollektiv YOUNG GIRL READING GROUP (Dorota Gawęda and Eglė Kulbokaitė) soll im Anschluss an den theoretischen Teil eine Rauminstallation im NRW-Forum gemeinsam in Diskussionen und kleineren Workshops aktiviert werden. In der Auseinandersetzung mit feministischer Theorie, Speculative Fiction und Technikphilosophie schafft das Kollektiv räumlich-immersive Settings, in denen wir diskutieren, performen und gemeinsam Ansätze einer Kunst(pädagogik) im Kontext von Digital Imaginaries skizzieren.
Ihre Aufgabe im Seminar besteht in der Teilnahme an den Vorbereitungstreffen, am Symposion, am performativen Workshop im NRW-Forum und in der anschließenden Erarbeitung kleinerer praktischer Übungen in der Rauminstallation.
Voraussetzungen
Interesse an den theoretischen Fragen des Seminars, Lust an intensivem Austausch, Offenheit für alternative Lern- und Lehrkonzepte und performatives Arbeiten
Hinweis
Das Seminar findet auf Deutsch und Englisch statt.
Termine
Mi, 5.6.2019, 17.30-19.00
Fr, 21.6.2019, 14.00-19.00
Sa, 22.6.2019, 10.00-19.00
Mi, 26.6.2019, 17.30-19.00
Fr, 5.7.2019, 12.00-19.00
Sa, 6.7.2019, 10.00-19.00
Anmeldung per Mail bei:
Kristin Klein (kristin.klein@uni-koeln.de)
Dozierende:
Dorota Gawęda and Eglė Kulbokaitė, Kristin Klein, Annemarie Hahn, Nada Schroer
Geöffnet für die folgenden Module:
KUNST
BA: BM3-G/SoP.2 , BM3- Gym/HRG.2, BM3-Gym/HRG.3, BM4-Gym.2, BM4-HRG.2, BM4- G/SoP.2, BM4-HRG.3, BM4-Gym.3, AM1.1, AM2.1, AM2.2
MA: AM1-Gym/HRG.2, AM1- Gym/HRGe.3, AM2.1, AM3/SM1.1, AM3/SM1.2
ÄSTEHTISCHE ERZIEHUNG
BA: AM2.3
INTERMEDIA
BA: SM3, SM5.2, AM2.3
Am 18.01.2019 fahren wir in den HMKV nach Dortmund und machen dort eine Führung durch die Ausstellung Cmptr Grrrlz. Wer sich anschließen möchte, kann sich bis zum 16.01.2019 bei nschroer@uni-koeln.de anmelden.

Die Ausstellung Cmptr Grrrlz versammelt über 20 internationale künstlerische Positionen, die das Verhältnis von Geschlecht und Technologie in Geschichte und Gegenwart verhandeln. Computer Grlz beschäftigt sich mit der komplexen Beziehung zwischen Frauen und Technologie – von den ersten menschlichen Computern bis zum aktuellen Revival techno-feministischer Bewegungen. Eine illustrierte Timeline mit über 200 Einträgen dokumentiert diese Entwicklungen vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Eingeladen sind Künstler*innen, Hacker*innen, Maker*innen und Forscher*innen, die daran arbeiten, Technologie anders zu denken – indem sie z.B. genderspezifische Vorurteile in den Bereichen Big Data und Künstliche Intelligenz hinterfragen, sich für ein offenes und diversifiziertes Internet einsetzen und utopische Technologien entwerfen.
https://www.hmkv.de/programm/programmpunkte/2018/Ausstellungen/2018_GRLS.php
Ablauf
Treffpunkt: 10 Uhr auf Gleis 9
Abfahrt: 10:07 Uhr, Ankunft: 11:53 Uhr
Führung durch die Ausstellung: 13 – 14 Uhr
Eigenständiger Gang durch die Ausstellung: 14 – 15:30 UhrAbschlusstreffen: 15:30 Uhr
Eigenständige Rückfahrt nach Köln.
Titelbild: Federico Sironi on Unsplash
Wenn öffentlich, insbesondere bildungs- und wirtschaftspolitisch über Digitalisierung verhandelt wird, stehen häufig ihre Potenziale für eine digitale Transformation im Fokus. Dies bekräftigt beispielsweise die „Digitalstrategie“ der Bundesrepublik, wonach Deutschland (wieder) ein technologischer Innovationstreiber werden soll. Gefördert werden seither u.a. technologischer Wachstum, Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsfähigkeit in unterschiedlichen Bildungskontexten und der naturwissenschaftliche Bildungsbereich. Auch die gesellschaftlichen Diskurse um Medienbildung, Medienkompetenzen, digital Literacy etc. gehen weitestgehend von einem handlungsfähigen Subjekt für den künftigen Arbeitsmarkt aus. Angebote, Programme etc. manifestieren diese Tendenzen in nach außen sichtbare Strukturen der Erwachsenenbildung.
Aus einer medienpädagogischen Perspektive sind sowohl die machtförmigen Diskurse um Digitalisierung, digitale Transformation oder schlicht den „digitalen Wandel“ als auch die Tendenzen zur Verkürzung der Begriffe und Konzepte um Medienbildung und Medienkompetenz kritisch zu betrachten. Gleichzeitig stellen sich Fragen, in welcher Art und Weise Diskurse um die Digitalisierung – die ebenfalls medial geführt werden – Subjektpositionierungen beinhalten und neue Subjektivierungsweisen hervorbringen, die in tradierten Konzepten in dieser Form nicht/zu wenig bedacht sind.
Der Vortrag führt in die Begrifflichkeiten und Diskurse insbesondere um die Digitalisierung von Arbeit ein und setzt diese in Bezug zu einer medienpädagogischen Erwachsenenbildung. In der Diskussion wird herausgearbeitet, was das ‚Medienpädagogische’ an Erwachsenenbildung sein könnte und wie sich eine ganze Disziplin in den angeführten Diskursen positionieren sollte. Aufgeworfen werden damit auch normative Fragen im Zuge der Digitalisierung.
Christian Helbig ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Mediendidaktik/Mediendidaktik und beschäftigt sich mit Fragen rund um die Digitalisierung von Erwachsenenbildung und Sozialer Arbeit sowie digitalen Ungleichheiten und Medienbildungsprozessen.
Jun.-Prof. Dr. Sandra Hofhues ist Professorin für Mediendidaktik/Medienpädagogik im Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln.
Fr, 18.01.2019 | 18.30 Uhr | THEATER (2.212)
A film by Christopher Roth in collaboration with Armen Avanessian. A film on time and narrative. Of thoughts and images. On plants and the outside. Abduction and Recursion. Yoctoseconds and Platonia. Plots and anaerobic organisms. About the movement of thinking and philosophy in anthropology, art, design, economy, linguistics, mathematics, and politics. And back into abs-traction. „You‘re always at the beginning and always at the end.“ (Ray Brassier) HYPERSTITION: The retooling of philosophy and political theory for the 21st Century.
100 minutes screening including an 8minute break (english language) and following discussion.
An Event of SPoT (Society of Philosophy of Time) in Cooperation with the Institute of Art and Art Theory, University of Cologne. Organized by Florian Fischer (University of Siegen) and Vivien Grabowski (University of Cologne).
In ihrer Lecture-Performance stellt Norma C. das Seminar „Open your Body“ des „Posthuman Chances Lab“ (PHC-Lab) vor, in dem die Teilnehmer*innen mit unterschiedlichen Übungen wie Elektroschocks, Performances mit Tieren oder techno-ökologischen Experimenten auf einen direkten Anschluss an digitale Umwelten vorbereitet werden. Im Kommentar von Martina Leeker wird die Lecture-Performance von Norma C. im Kontext technologischer und diskursiver Bedingungen digitaler Kulturen diskutiert und schließlich als eine Methode von Kritik in digitalen Kulturen vorgestellt.
Martina Leeker ist Theater- und Medienwissenschaftlerin, Regisseurin, Dramaturgin sowie Künstlerin/Performerin im Bereich „Performing Knowledge and Speculation Labs“. Von 2013 bis Herbst 2018 war sie Senior Researcher am Centre for Digital Cultures der Leuphana Universität Lüneburg. Assoziiert am CDC sowie am ICAM (Institut für Kultur und Ästhetik digitaler Medien), Leuphana Universität Lüneburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Digitale Kulturen, Kritik, Theater und Medien, Art and Technoloy, Systems Engineering und Infrastrukturen sowie Artistic Research. Publikationen u.a.: Performing the Digital, hg. mit Imanuel Schipper und Timon Beyes (2017); Interventions in Digital Cultures, hg. mit Howard Caygill und Tobias Schulze (2018).
Der Kommentar zu Martina Leekers Performance-Lecture betont die Differenzen zwischen menschlichen und algorithmischen Entscheidungen und fordert aus ethischer Perspektive dazu auf, unsere digitalen Umwelten im Sinne eines besseren Lebens für alle Menschen zu gestalten.
Lorena Jaume-Palasí ist Geschäftsführerin von The Ethical Tech Society. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Rechtsphilosophie sowie Ethik der Automatisierung und Digitalisierung. Sie wurde von der spanischen Regierung zum Mitglied des Rates der Weisen für Künstliche Intelligenz und Datenpolitik ernannt und 2018 wurde sie von der Cotec Foundation als Mitglied ihrer 100 Experten für sozialen Wandel und Innovation gewählt. Sie ist Mitbegründerin der Dynamic Coalition on Publicness des Internet Governance Forum der Vereinten Nationen. Darüber hinaus leitet sie das Sekretariat des Deutschen Internet Governance Forums (IGF) und ist Mitglied im Expertenbeirat der Initiative Code Red gegen Massenüberwachung. Sie ist Co-Autorin mehrerer Bücher über Internet Governance, hält Vorträge und schreibt regelmäßig über Datenschutz, Privatsphäre und Öffentlichkeit.
Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 11.12.2018 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | .theater
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Der über den Display gebeugte Körper ist wohl eines der eingängigsten Motive, in welchem ein spezifisch zeitgenössisches Verhältnis von Technologien und ihren Nutzer*innen zum Ausdruck kommt. Solche paradigmatischen Posen und Gesten des alltäglichen Umgangs mit sogenannten Nahkörpertechnologien macht die Künstlerin Olga Holzschuh zum Gegenstand ihrer künstlerischen Untersuchung. Ausgehend von der Vorstellung ihrer aktuellen Projekte „/the anger belongs to the gods“, „analysis on distance“ und „liquid heart“ richtet Holzschuh den Fokus ihres Vortrags ”like me” auf die enge Beziehung zwischen digitaler Technologie und der sich verändernden Wahrnehmung von Wirklichkeit und ihrer (Ent-)Materialisierung. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die technologischen Bedingungen auf unser Denken, Handeln und Fühlen auswirken und in bestimmten Bildästhetiken manifestieren. Dabei arbeitet sie meist raumübergreifend und lässt in ihren Installationen Fotografie, Video, Zeichnungen und performative Elemente aufeinander treffen. Im Vortragsgespräch wird sie auf ihre künstlerischen Strategien und bildgebenden Verfahren eingehen.
Neben ihrer Tätigkeit als Künstlerin lehrt Olga Holzschuh am Institut für Kunst und Kunsttheorie, an der Universität zu Köln, künstlerische Praxis mit dem Schwerpunkt Fotografie. Olga Holzschuh hat bei Bernhard Prinz und Johanna Schaffer an der Kunsthochschule Kassel studiert und schloss ihr Studium mit einer Auszeichnung zur Meisterschülerin, einem M.A. in Visueller Kommunikation und B.A. in Kunstwissenschaft ab. Seit 2017 ist sie im Vorstand des Kasseler Kunstvereins, in dem sie zuletzt die Ausstellung „UNLUST PRINZIP“ im Mai, 2018 kuratiert. Eine Übersicht ihrer Ausstellungen, Publikationen, Stipendien und Auszeichnungen ist online unter http://olgaholzschuh.com/info/ einsehbar.
Fabian Ginsberg stellt seinen 2015 erschienenen Essayband „Quallenkopf – Der Tausch von Verwandlung“ vor. Besonderes Augenmerk wird auf das Konzept des Index der Intentionalität gerichtet. Die praktische Seite des Vortrags geht den Bedingungen des ärgerlichen Problems nach, dass entweder die Öffentlichkeit, in die eine Nachricht tritt, von ihr zuvor hergestellt worden, oder der Öffentlichkeit die Nachricht bereits bekannt sein muss. Die theoretische Seite des Vortrags ersetzt die ästhetische Perspektive durch eine epistemologische und begreift Kunst als ein metonymisch mit anderen Bereichen der Wirklichkeitsherstellung verbundenes Feld, das geeignet ist, um von hier aus symbolische Formen metakritisch zu betrachten. Die unserer Vorstellungswelt der sogenannten Wirklichkeit zugrundeliegenden epistemologischen Modelle hinken dem vorhandenen Wissen hinterher. Die Bilder, Modelle oder Formen, die für die alltägliche Erfassung dieser Wirklichkeit benutzt werden, sind nicht nur ungenügend – sie täuschen. Während die Alltagspsychologie ihr Welt- und Menschenbild aus jahrhundertealten Modellen mixt, nutzen avanciertere Modelle des Wirklichen die verschiedenen Erklärungslücken und Kategorienfehler aus, um asymmetrische Tauschverhältnisse zu etablieren. Eine Kritik dieser Bilder kann nicht nur an der Oberfläche des Dargestellten bleiben, sondern muss die Herstellung der Darstellung untersuchen, um dann, im besten Fall, auf die Kritik ganz zu verzichten und neue Darstellungen herzustellen.
Fabian Ginsberg (1983) studierte Freie Bildende Kunst in Mainz und Düsseldorf. Er veröffentlichte die Bücher „Quallenkopf – Der Tausch von Verwandlung“ (2015) Textem Verlag, „Der Lügenwirt“ (2016) Textem Verlag, „Organisation 1 & 2“ (2018) Kerber Verlag und „Strategien der Aufstandsbekämpfung – Antiimperialistische Kunst in (Baden-)Württemberg“ (2018) Verlag der Stadt Villingen-Schwenningen. Er lebt in Berlin.
Donnerstag, 13.12.2018 | 18.30-21.00 Uhr
NRW-Forum Düsseldorf
Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Am 13. Dezember 2018 laden wir zum dritten Abend der Veranstaltungsreihe Art & Algorithms ein. Wir haben die Künstlerin Martina Leeker zu Gast, die eine Lecture-Performance mit anschließendem Kommentar präsentieren und zusammen mit Dawid Kasprowicz (Universität Aachen) und Lorena Jaume-Palasí (The Ethical Tech Society, Berlin) diskutieren wird. Es moderiert: Kristin Klein (Universität zu Köln).
In ihrer Lecture-Performance stellt Norma C. das Seminar „Open your Body“ des „Posthuman Chances Lab“ (PHC-Lab) vor, in dem die Teilnehmer*innen mit unterschiedlichen Übungen wie Elektroschocks, Performances mit Tieren oder techno-ökologischen Experimenten auf einen direkten Anschluss an digitale Umwelten vorbereitet werden. Im Kommentar von Martina Leeker wird die Lecture-Performance von Norma C. im Kontext technologischer und diskursiver Bedingungen digitaler Kulturen diskutiert und schließlich als eine Methode von Kritik in digitalen Kulturen vorgestellt.
Martina Leeker ist Theater- und Medienwissenschaftlerin, Regisseurin, Dramaturgin sowie Künstlerin/Performerin im Bereich „Performing Knowledge and Speculation Labs“. Von 2013 bis Herbst 2018 war sie Senior Researcher am Centre for Digital Cultures der Leuphana Universität Lüneburg. Assoziiert am CDC sowie am ICAM (Institut für Kultur und Ästhetik digitaler Medien), Leuphana Universität Lüneburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Digitale Kulturen, Kritik, Theater und Medien, Art and Technoloy, Systems Engineering und Infrastrukturen sowie Artistic Research. Publikationen u.a.: Performing the Digital, hg. mit Imanuel Schipper und Timon Beyes (2017); Interventions in Digital Cultures, hg. mit Howard Caygill und Tobias Schulze (2018).
Dawid Kasprowicz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wissenschaftstheorie und Technikphilosophie sowie am Human Technology Centre der RWTH Aachen. Er studierte Medienwissenschaft und Philosophie an der Ruhr-Universität in Bochum und an der Université du Littoral Côte d’Opale in Dunkerque. Von 2013-2016 war er Doktorand in der DFG-Kollegforschergruppe „Medienkulturen der Computersimulation“ an der Leuphana Universität Lüneburg. Von 2016-2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Philosophie Digitaler Medien an der Universität Witten-Herdecke. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Medientheorien zu Embodiment und digitalen Medien, Robotik, Technikphilosophie, Theorie und Geschichte der Computersimulation.
Lorena Jaume-Palasí ist Geschäftsführerin von The Ethical Tech Society. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Rechtsphilosophie sowie Ethik der Automatisierung und Digitalisierung. Sie wurde von der spanischen Regierung zum Mitglied des Rates der Weisen für Künstliche Intelligenz und Datenpolitik ernannt und 2018 wurde sie von der Cotec Foundation als Mitglied ihrer 100 Experten für sozialen Wandel und Innovation gewählt. Sie ist Mitbegründerin der Dynamic Coalition on Publicness des Internet Governance Forum der Vereinten Nationen. Darüber hinaus leitet sie das Sekretariat des Deutschen Internet Governance Forums (IGF) und ist Mitglied im Expertenbeirat der Initiative Code Red gegen Massenüberwachung. Sie ist Co-Autorin mehrerer Bücher über Internet Governance, hält Vorträge und schreibt regelmäßig über Datenschutz, Privatsphäre und Öffentlichkeit.
Kristin Klein ist seit 2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln, seit 2017 im Projekt Post-Internet Arts Education Research:. Sie studierte Kulturwissenschaft, Kunstpädagogik, Germanistik und Bildungswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, der TU Dresden und der Boston University. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind u.a.: Kunst nach dem Internet, Kunstpädagogik im Kontext postdigitaler Kulturen, Zukunftsentwürfe in aktueller Kunst und Speculative Design.
Die Veranstaltungsreihe Art & Algorithms wird von Prof. Manuel Zahn (Universität zu Köln) und Dr. Harald Gapski (Grimme-Institut) in Kooperation mit dem NRW-Forum, Düsseldorf durchführt. Gefördert wird die Reihe vom Grimme-Forschungskolleg an der Universität zu Köln.
Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe gibt es unter:
grimme-forschungskolleg.de/portfolio/art-algorithms-2018
facebook.com/events/1336358826496453/
nrw-forum.de/veranstaltungen/art-algorithms