{"id":976,"date":"2018-06-07T14:26:27","date_gmt":"2018-06-07T12:26:27","guid":{"rendered":"http:\/\/piaer.net\/?p=976"},"modified":"2019-08-26T13:33:11","modified_gmt":"2019-08-26T11:33:11","slug":"gastvortrag-von-benjamin-egger-am-07-06-2018-algorithmisch-gestuetztes-kuratieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/piaer.net\/en\/gastvortrag-von-benjamin-egger-am-07-06-2018-algorithmisch-gestuetztes-kuratieren\/","title":{"rendered":"Gastvortrag von Benjamin Egger am 07.06.2018: Algorithmisch gest\u00fctztes Kuratieren"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/302858057?app_id=122963\" width=\"1080\" height=\"608\" frameborder=\"0\" title=\"Benjamin Egger: Algorithmisch gest&uuml;tztes Kuratieren\" allow=\"autoplay; fullscreen\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<h3>Abstract<\/h3>\n<div>\n<p class=\"first\">Der Vortrag geht von der Frage aus, inwiefern im Prozess der Ausstellungsproduktion das kuratorische Subjekt in der Ausstellung \u2013 gemeint ist das Ausstellungsdisplay \u2013 erfahrbar wird. Die daraus abgeleitete These ist, dass Kurator*innen kraft Ein-Bringung in das ausgestellte Kunstwerk dasselbe mitverhandeln, es konstituieren, insofern sie es einer \u00d6ffentlichkeit verf\u00fcgbar machen. Das Kuratieren, so die Schlussfolgerung, hat dann das k\u00fcnstlerische Potential, Sicherheiten \u00fcber Autor*innenschaft au\u00dfer Kraft zu setzen \u2013 das Kunstwerk wird hier zu einem kollektiv produzierten.\u00a0Der Vortrag nimmt die These nach der Subjektivierung der Kurator*in als sich einbringend auf, um sie explorativ-experimentell auf die Probe zu stellen: Unter welchen Bedingungen w\u00e4re ein Programm denkbar, das kuratorische Praktiken algorithmisch st\u00fctzt? Lassen sich kuratorische Praktiken so systematisieren, dass sie vorhersagbar sind? Inwiefern wird das sch\u00f6pferische Potential geistiger wie kreativer Arbeit des Subjektes durch Algorithmen und ihre Produzent*innen antizipiert oder unterminiert?\u00a0Die Analyse richtet sich auf wiederkehrende Abl\u00e4ufe in der kuratorischen Praxis und Parameter, die eine erfolgreiche Ausstellung konstituieren (k\u00f6nnen). Die Parameter generieren sich aus Expert*innen-Interviews, der Ausstellungskritik sowie Archiven f\u00fcr kuratorische Praktiken. Insbesondere die Frage nach der Existenz solcher Archive und nach deren produktivem Potential ist hier leitmotivisch implementiert. Die Methoden und deren Ergebnisse bilden die Grundlage f\u00fcr die Konzeption eines Programmes, das die kuratorische Arbeit st\u00fctzt. Mithilfe eines Datensatzes von Ausstellungen, ihren zugrundeliegenden Konzepten sowie ihrer feuilletonistischen Besprechungen sollen sich erfolgsversprechende Ausstellungskonfigurationen analysieren lassen.<\/p>\n<h3>Info<\/h3>\n<div>\n<p>Benjamin Egger (M.A.), geb. 1987, ist seit 2017 akademischer Mitarbeiter im BMBF-Projekt \u201cPostdigitale Kunstpraktiken in der Kulturellen Bildung. \u00c4sthetische Begegnungen zwischen Aneignung, Produktion und Vermittlung\u201d an der FH Potsdam. Seinen Master im Kooperationsstudiengang Europ\u00e4ische Medienwissenschaft der Universit\u00e4t Potsdam und FH Potsdam schloss er 2017 mit einer theoretisch-praktischen Arbeit zum Kuratieren als Form eines \u00e4sthetischen Denkens ab. Im Bachelor studierte er Theaterwissenschaft und Spanische Philologie an der Freien Universit\u00e4t Berlin und Universidad de Murcia. In seiner explorativ-experimentellen Promotionsarbeit beforscht er Einfl\u00fcsse algorithmischer Systeme auf kuratorische Praktiken sowie auf die K\u00fcnste und untersucht Potentiale eines algorithmisch gest\u00fctzten Kuratierens.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abstract Der Vortrag geht von der Frage aus, inwiefern im Prozess der Ausstellungsproduktion das kuratorische Subjekt in der Ausstellung \u2013 gemeint ist das Ausstellungsdisplay \u2013 erfahrbar wird. Die daraus abgeleitete These ist, dass Kurator*innen kraft Ein-Bringung in das ausgestellte Kunstwerk dasselbe mitverhandeln, es konstituieren, insofern sie es einer \u00d6ffentlichkeit verf\u00fcgbar machen. 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