{"id":801,"date":"2018-06-07T15:41:22","date_gmt":"2018-06-07T13:41:22","guid":{"rendered":"http:\/\/piaer.net\/?p=801"},"modified":"2019-08-26T13:32:54","modified_gmt":"2019-08-26T11:32:54","slug":"gastvortrag-von-stefanie-marlene-wenger-am-07-06-2018-post-digital-display","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/piaer.net\/en\/gastvortrag-von-stefanie-marlene-wenger-am-07-06-2018-post-digital-display\/","title":{"rendered":"Gastvortrag von Stefanie Marlene Wenger am 07.06.2018: Post-digital Display"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/303685643?app_id=122963\" width=\"1080\" height=\"608\" frameborder=\"0\" title=\"Stefanie Marlene Wenger: Post-digital Display\" allow=\"autoplay; fullscreen\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<h3>Abstract<\/h3>\n<div>\n<p>In meinem Forschungsprojekt gehe ich von der Beobachtung aus, dass die post-digitale Kunstproduktion seit dem Web 2.0 und der Kommerzialisierung des Internets sich affirmativ gegen\u00fcber \u00f6konomischen Strukturen verh\u00e4lt. K\u00fcnstler*innen schaffen gegenw\u00e4rtig Werke, die auf struktureller, kommunikativer und \u00e4sthetischer Ebene als Unternehmen oder Marke angelegt sind (bsw. DIS, Timur Si-Qin, Christopher Kulendran Thomas). Die Beurteilung solcher Kunst als rein marktkritisch reicht meiner Meinung nach, zu wenig weit. Eine Analyse der Displays dieser Werke soll aufzeigen, dass diese Positionen explizit in ihrer mimetischen Form ihr Potential entfachen: Sie verhandeln die zukunftsorientierten Lebensbedingungen einer Gesellschaft der Digitalit\u00e4t.<br \/>\nDie in meinem Korpus untersuchten Kunstwerke reproduzieren ganz spezifische Verkaufsdispositive wie beispielsweise den Messestand (Simon Denny, Blockchain Visionaries, 2016), den Concept-Store (Debora Delmar, Upward Mobility, 2015) oder den Onlineshop (Andreas Ervik, SANKE, 2014). Ausgehend von dieser Beobachtung wird eine Typologie dieser zeitgen\u00f6ssischen Displays angestrebt, die sich anhand spezifischer \u00e4sthetischer Cues, wie dem Gebrauch bestimmter Materialien, der Lichtsituationen, dem allgemeinen Design des Interieurs resp. des virtuellen Raumes und sprachlichen Kommunikationsmittel eruieren l\u00e4sst. Ein direkter Vergleich mit Beispielen aus dem Visual Merchandising von Retail Stores soll aufzeigen, wie kommerzielle Strategien des Branding in diesen Kunstwerken zur Anwendung kommen. Theorien des Third Place aus dem Marketing, des Extended Self und der Affordanz aus der Konsumenten- resp. aus der Wahrnehmungspsychologie werden zur analytischen Untersuchung der Displays herangezogen. Das Projekt unternimmt eine erstmalige wissenschaftliche Analyse zeitgen\u00f6ssischer Displays nach der digitalen Revolution und leistet damit einen Beitrag zum Verst\u00e4ndnis gegenw\u00e4rtiger Ph\u00e4nomene zeitgen\u00f6ssischer Kunst, die noch kaum kunsthistorisch untersucht wurden.<\/p>\n<h3>Info<\/h3>\n<div>\n<div class=\"single_inside_content\">\n<p>Stefanie Marlene Wenger, M. A. (*1987) ist Doktorandin an der Graduiertenschule des Walter Benjamin Kolleg der Universit\u00e4t Bern. In ihrer Forschungsarbeit untersucht sie Displaystrategien zeitgen\u00f6ssischer Kunst im post-digitalen Kontext. Ihre kuratorischen Projekte grenzen unmittelbar an das Forschungsthema an und befassten sich mit medialer Selbstdarstellung (Your Digital Self Hates You, 2016, Stadtgalerie, Bern) k\u00fcnstlicher Intelligenz (IAMAI. Bots and other Humanoids, 2017, Galerie DuflonRacz, Bern) und j\u00fcngst dem \u00d6ffentlichen Raum in der Digitalit\u00e4t (Re\/public. \u00d6ffentliche R\u00e4ume in digitalen Zeiten, 2.5.-7.7.2018, Polit-Forum im K\u00e4figturm, Bern).<br \/>\nIhr Masterstudium schloss sie 2014 mit einer Arbeit \u00fcber die Performativit\u00e4t von Kleidung als Material der Gegenwartskunst mit Pr\u00e4dikat ab, nachdem sie als Stipendiatin der Deutschen Studienstiftung ein Jahr an der Freien Universit\u00e4t Berlin studierte. Wertvolle Erfahrung im Bereich der Museums- und Ausstellungspraxis erlangte sie durch ihr Volontariat im Migros Museum f\u00fcr Gegenwartskunst in Z\u00fcrich (2014-2015) und in ihrer Position als Assistentin f\u00fcr die Art Basel Unlimited (2013\/2014). Gegenw\u00e4rtig arbeitet sie als Programmkoordinatorin der Plattform\n<\/p><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.videokunst.ch\">videokunst.ch<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abstract In meinem Forschungsprojekt gehe ich von der Beobachtung aus, dass die post-digitale Kunstproduktion seit dem Web 2.0 und der Kommerzialisierung des Internets sich affirmativ gegen\u00fcber \u00f6konomischen Strukturen verh\u00e4lt. K\u00fcnstler*innen schaffen gegenw\u00e4rtig Werke, die auf struktureller, kommunikativer und \u00e4sthetischer Ebene als Unternehmen oder Marke angelegt sind (bsw. DIS, Timur Si-Qin, Christopher Kulendran Thomas). 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